besondere Schulprojekte

Theater

Regelmäßig führen die WP-Kurse Theater ihre Inszenierungen vor und werden dabei von der Schulband und den WP-Kursen Kunst und Musik unterstützt.

In diesem Schuljahr hat sich der Wahlpflichtkurs Theater des 7. Jahrgangs drei Mal der Öffentlichkeit mit seinen verschiedenen Arbeiten gezeigt. Am 20. Januar 2018 waren interessierte Eltern und Kinder zum Tag der Offenen Tür zur öffentlichen Probe eingeladen. Wir nutzten diese Möglichkeit unsere Ergebnisse der ersten spielpraktischen Klausur zu zeigen und einmal auszuprobieren, wie sich Lampenfieber anfühlt. Diese ersten Szenen zu einer Kinderbuchgeschichte des Mausejungen Matthias’ sind die Kerngeschichte unserer Schuljahrspräsentation. Die interessierten Blicke und der Beifall motivierten uns für die weitere Arbeit daran.

Unsere zweite Begegnung mit der Öffentlichkeit war am Abend des 6. März 2018 zur großen TUSCH (Theater und Schulen)-Festival-Eröffnung. In „Auf nach Tuschistan“ begab sich eine Reisegruppe (auf einer Treppe im Podewil – Klosterstraße) auf eine 5 minütige Reise, die fünfmal wiederholt wurde. Das war richtiges Publikumstraining und hat einfach viel Spaß gemacht.

Am 14. Juni 2018 kamen ca. 70 Kinder auf unsere Einladung hin aus der gegenüberliegenden Kita zu uns in die Aula. Die Mäusegeschichten von Frederik und Matthias waren für die sehr jungen, interessierten und kleinen Zuschauer_innen in einem theatralen Spiel vorbereitet. Die staunenden Augen, das Lachen und der abschließende Beifall sowie die anerkennenden Worte unserer Schulleiterin Frau Harder und Lehrer fühlten sich am Ende eines Probenjahres sehr gut an.

Geschichte

Künstlerisch setzen sich die Schüler /-innen mit dem Thema Kindereuthanasie während der NS-Zeit auseinder.

Im Rahmen des Jugendforum denk!mal wurde anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus unser jahrgangsübergreifendes Kunstprojekt „Das Haus – Performative Installation“ vom 19. bis zum 26. Januar 2015 im Abgeordnetenhaus von Berlin ausgestellt.

Schülerinnen und Schüler des 7. bis 10. Jahrgangs haben sich in den vergangen Jahren mit dem erschütternden Thema der Kindereuthanasie während des Nationalsozialismus beschäftigt und dies künstlerisch aufbereitet. Dabei wurden sie neben einem Geschichtslehrer auch von der Künstlerin Karen Scheper (www.karenscheper.de) unterstützt.

Der bisherige Höhepunkt dieses Projektes war die Ausstellung im Abgeordnetenhaus von Berlin. Den Schülerinnen und Schüler wurde dort die Möglichkeit geboten, ihre Auseinandersetzung mit dem Thema der Kindereuthanasie zu präsentieren und zugleich den Menschen zu gedenken, die während der Zeit des Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt, misshandelt und ermordet wurden.

Die Schülerinnen und Schüler werden sich auch weiterhin mit dem Projekt „Das Haus – Performative Installation“ beschäftigen. Ab dem 18. Februar 2015 wird das Projekt im Geschichtslabor am Eichborndamm 238 ausgestellt.

Bänke

Die Schüler /-innen stellen selbstständig Sitzbänke für den Schulhof her.

Deckelsammlung

Vor einem viertel Jahr haben wir von dieser „Deckelaktion“ durch unsere Schulsekretärin, Frau Jahn, erfahren. Schnell sprach es sich in der Schule rum, dass man durch das Sammeln von Plastikdeckeln einen Impfstoff gegen Kinderlähmung kaufen kann.  Für 500 Deckel bekommt man eine Impfung. Wir waren uns einig. Kein Kind muss heute mehr an Kinderlähmung sterben und so entstand ein kleiner Wettbewerb. Welche Klasse sammelt die meisten Deckel. Vorwiegend unsere 9. Klassen waren mit Herz und Seele dabei. Aber nicht nur das, es sprach sich rum und schon sammelten auch Eltern, Verwandte, Freunde und Lehrer mit.

Auf unserem Schulfest am 19.07. konnten wir unsere bis dahin gesammelten Deckel an unseren kleinen, neunjährigen Gast Johann, der diese Aktion mit ins Leben gerufen hat, übergeben. Drei große Kisten mit insgesamt fast 30 kg an Deckeln. Das entspricht einer Anzahl von 30 Impfungen. Wir waren stolz auf uns. Johann hat uns erzählt wie und warum er auf diese Aktion gekommen ist und wir sammeln natürlich weiter.

Sehr engagiert sammelten die Schüler /-innen Flaschendeckel für einen guten Zweck.

„500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“

Experiment Wetterballon - Spannung pur

Regelmäßig bereiten die Schüler /-innen den Start eines Wetterballons vor, lassen ihn steigen und werten die gesammelten Daten aus.

Der WP-Kurs Chemie/Physik startete am 08. Juli 2016 um 11.00 Uhr zum 3. Mal einen Wetterballon in die Stratosphäre. Neben drei mitfliegenden Kameras, fliegen verschiedene Geräte mit, um z.B. die Temperatur in Abhängigkeit der Höhe  zu messen.

In der Sonde – die aus Styropor besteht – befinden sich 2 Kameras, GPS Sender sowie Wärmespender. Die Styropor Sonde ist mit gelber Kreide abgesprüht, damit man sie schneller findet, wenn der Ballon landet. Nachdem alle Systeme weiterhin auf „GO!“ standen und es mit der Technik keine Probleme gab, sind wir um 10 Uhr zum Startplatz gegangen. Die Jungs in unserem Kurs haben den Ballon mit 1500l Wasserstoff gefüllt, bis er einen Durchmesser von 1 Metern hatte. Der Haken an der Sache: So eine Ballonhülle ist sehr sehr empfindlich. Man darf sie nicht mit bloßen Händen anfassen, denn sie könnte hier leicht beschädigt werden. Die Folge wäre: Der Ballon zerplatzt zu früh ohne jemals seine maximal mögliche Steighöhe erreicht zu haben. Daher mussten die Schüler, die das Füllteam bildeten, Stoffhandschuhe tragen. Je mehr Wasserstoff aus den Gasflaschen einströmte, desto praller wurde die Ballonhülle. Man merkte deutlich, wie der Ballon immer stärker nach oben zog. Nach einigen weiteren Minuten war unser Ballon klar zum Start, der Tower Berlin gab den vorher angemeldeten Start für 11 Uhr frei (es war sehr spannend, da es nicht 100%ig klar war, ob wir die Freigabe wirklich bekommen würden). Der GPS Tracker und angehängt Sender sowie die Kameras wurden angeschaltet, ein letzter Test sagt: „Alles OK! Ready for lift-off!“ Schüler, Lehrer, die Schulleitung und sogar ein CDU-Abgeordneter, die hinter der Absperrung fieberten, zählten den Countdown im Chor: “10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..0“. Und wieder Spannung pur – steigt er zu langsam oder zu schnell – wird er sich in den Bäumen verfangen – funktionieren alle Geräte – wie ist die Luftströmung?!?. Glücklicherweise stieg unser Luftgefährt dann zügig auf – immer höher davonfliegend verschwand er hinter den Bäumen im Himmel. Voller Erwartung startete der Suchtrupp mit entsprechendem Gerät ausgerüstet – auch ein Kletterer war dabei, falls der Ballon in einem Baum gelandet wäre. 

Weit bis nach Polen reichte die Suchaktion – er ist wahrscheinlich in einem Waldgebiet zwischen Landsberg und Posen niedergegangen – dieses Gebiet ist ohne Handynetzabdeckung – leider haben wir den Ballon deshalb nicht wieder gefunden – die Spur hat sich verloren – keine Empfang – SCHADE!. Aber wir geben nicht auf – denn wir waren auch auf diese Möglichkeit vorbereitet – an jedem Teil des Ballons befinden sich in verschiedenen Sprachen, auch in polnisch, Hinweisschilder, dass die Carl-Bosch-Schule aus Berlin Hermsdorf Eigentümer ist, dass es sich um ein Schulprojekt handelt und wie man uns erreichen kann.

Wir hoffen also auf hrliche Finder und sind in Erwartung der Daten der Sonde über den Flug und ihre Messungen. Vor zwei Jahren fanden wir unsere erste Sonde ein paar Kilometer hinter der polnischen Grenze in einem Rapsfeld, die dabei entstandenen Aufnahmen waren sehr eindrucksvoll – wir bleiben dran!!!

Wand

Kreativ verschönerten die Schüler /-innen die Wand bei der Auffahrt zu unserem Schulhof.